Kerstin Hack: Glaube ist Kommunikation

Mit Gott im Gespräch

Zum Glauben gehört mehr als das Bejahen von theologischen Positionen. Wir treten in eine persönliche Beziehung zu Gott, der sich einen lebendigen, authentischen Dialog mit uns wünscht. „Kerstin Hack: Glaube ist Kommunikation“ weiterlesen

Trau dich, dir ungewöhnliche Fragen zu stellen. Um Neues zu wagen, muss man Gewohntes in Frage stellen.

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Wer fragt, zeigt sich neugierig, ist bereit, etwas zu entdecken, was er bislang so noch nicht gesehen hat. Menschen, die alle Antworten wissen, haben häufig die Fragen des Lebens noch nicht einmal verstanden. „Trau dich, dir ungewöhnliche Fragen zu stellen. Um Neues zu wagen, muss man Gewohntes in Frage stellen.“ weiterlesen

Unersetzlich….

Foto: Gerti G. / PHOTOCASE

Es war nur ein einfacher Satz in einem – zugegebenermaßen ziemlich coolen und provokanten – Andachtsbuch: „Bring einen Gegenstand, der dir viel bedeutet zu einem Second-Hand Laden und gib ihn dort ab. Und schau nach zwei Tagen nach, ob er noch da ist und ob du ihn zurückkaufen kannst.“ „Unersetzlich….“ weiterlesen

Kerstin Hack: Die Geschichte einer Erlösung

Sie hatte die Geschichte von der Herkunft ihrer Familie schon so oft gehört, dass sie sie auswendig kannte. Sie hatte es satt, immer wieder das tragische Schicksal der Töchter Lots vor Augen gemalt zu bekommen. „Kerstin Hack: Die Geschichte einer Erlösung“ weiterlesen

Wunderbar leben – alltagstaugliche Spiritualität

Früher habe ich meine eigene und die Spiritualität von anderen vor allem an zwei Faktoren gemessen: Bibel lesen und Gebet. Das war mein Maßstab. Geistlich war, wer die Bibel gut kannte und viel Zeit im Gebet verbrachte.

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Günter J. Matthia: Rezension zu „Die Hütte und ich“

In dem hier betrachteten Buch geht es um Glauben, den Glauben an einen Gott, der sich kümmert und einmischt. Einen Gott, der persönlich erfahrbar ist.

Kerstin Hack, die Autorin, machte sich für eine knappe Woche auf in eine fremde Stadt, um Gott zu begegnen. Sie hatte ihn in den Monaten und Jahren vor dieser Reise aus den Augen – oder aus dem Empfinden? – verloren. Das Buch beschreibt die sechs Tage ihrer Suche und was sie dabei gefunden hat.

Wer sich um Doktrinen sorgt oder jeglichen Zweifel an diesem Gott für unverzeihlich hält, der wird Anstoß an dem Buch nehmen. Wer erwartet, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Begegnung mit Gott zu erhalten, wird enttäuscht sein. Wer meint, unerschütterliche Antworten auf große Glaubensfragen erwarten zu dürfen, muss am Ende feststellen, dass es auch in diesem Buch keine gibt.
Dennoch – oder gerade deshalb – empfehle ich die Lektüre.

  • Warum will Gott, dass ich ihn um etwas bitte, wenn er das Gebet dann doch nicht erhört?
  • Warum spricht Gott und sagt mir Dinge zu, wenn er sie dann doch nicht erfüllt?
  • Wie kann ich ihm wieder neu vertrauen?

Diese Fragen bewegen (mit gutem Grund) die Autorin, ihnen spürt sie nach in Antwerpen. Allerdings nicht in einer Hütte, wie der Titel des Buches vermuten lässt, sondern in der Wohnung von Freunden.

Es sei zur ihrer Ehrenrettung der Autorin zugestanden, dass der Roman »Die Hütte« von William P. Young ihr offensichtlich bei der Suche nach einer Begegnung mit Gott hilfreich war, sie zitiert aus ihm, zieht Parallelen zwischen ihrer Woche in Antwerpen und dem im Roman geschilderten Wochenende. Letztendlich mag die Lektüre der Erzählung von Young überhaupt erst die Resultate ihrer persönlichen Gottsuche ermöglicht haben. Die Hütte darf als Symbol für einen Ort der Begegnung gelten, auch wenn dieser Ort ganz anders aussieht.

Dennoch verursacht mir der Titel »Die Hütte und ich« Stirnrunzeln, da die Reise eben keineswegs in eine Hütte geht, ein Anhängen an die Erfolgswelle des Romans von Young scheint mir unübersehbar. Der Untertitel »Gott neu vertrauen – eine Reise« ist da schon treffender und hätte meinem Geschmack nach dem Buch besser gestanden. Doch sei es, wie es ist, wir alle wissen ja: Don’t judge a book by its cover!

Entscheidend ist der Inhalt: Kerstin Hack hat ein ehrliches Buch geschrieben. Sie schildert ihre Erfahrungen mit nicht erhörten Gebeten, mit nicht eingetroffenen Verheißungen, mit einem Gott, der sich nicht einmischt in den Alltag des Menschen, obwohl der Mensch Grund zu haben meint, das erwarten zu dürfen.

Dieser Zustand kann den meisten Menschen, die sich ernsthaft Gedanken über ihren Glauben machen, nicht fremd sein.

Nick Cave hat den Zwiespalt in einem Lied so ausgedrückt: I don’t believe in an interventionalist God. But if I did, I would kneel down and pray… Es gibt vieles, worum er Gott gerne bitten würde, aber er zweifelt an dessen Interesse, auf die Bitten auch zu reagieren. Er zweifelt nicht an Gott selbst, sondern an Gottes Einmischung in unsere hiesigen Belange, auch wenn wir genau darum bitten würden.

In dem Roman »Die Hütte« geht es um das gleiche Dilemma: Die Tochter des Protagonisten Mack wird ermordet; Gott greift nicht bewahrend ein. Mack will dennoch gläubig bleiben, er weiß bloß nicht, was er von diesem unbeteiligten Gott halten, wie er mit seinem nunmehr zerstörten religiösen Weltbild zurechtkommen kann. Wie der Mann im Song von Nick Cave glaubt er nicht mehr an einen interventionalist God.

Und Kerstin Hack? Auch sie will an einen persönlichen Gott glauben, einen, der eingreift, sich kümmert, der nicht nur von Liebe redet, sondern sie praktiziert – und hat doch der Tatsache ins Auge zu sehen, dass klar formulierte Zusagen nicht eingetroffen sind. Wie sie damit umgegangen ist und nach der Woche in Antwerpen künftig umgehen will, das erzählt sie in diesem Buch.

Glaubwürdig wird die Beschreibung der sechs Tage für mich dadurch, dass es am Ende keine endgültigen Antworten oder wundersamen Wendungen des Schicksals gibt. Die Situation ist die gleiche wie am Anfang, gewandelt hat sich lediglich die Sicht der Autorin auf die schmerzhaften Fragen in ihrem Leben und Glauben – so wie Mack am Ende des Romans von Young noch immer damit leben muss, dass seine Tochter brutal ermordet wurde.

Kerstin Hack schreibt zwar am Schluß »ich fand Antworten auf meine drei großen Fragen. Gott ist mir begegnet und hat mir in der Begegnung mit ihm Antworten gegeben, die weit über meine Fragen hinausgingen«, aber das ist eben eine ganz subjektive Interpretation ihrer Woche in Antwerpen. Der Leser mag einen anderen Eindruck gewinnen, die »Antworten« als ungenügend empfinden. So ging es mir beim Lesen, aber ich konnte nachvollziehen, dass für die Autorin die Antworten tatsächlich gültig und hilfreich waren.

»Die Hütte und ich« regt dazu an, sich eigenen offenen Fragen zu stellen. Was die Autorin schildert, ist, wie sie selbst sehr deutlich schreibt, nicht zum Nachmachen gedacht, sondern als Anregung für den eigenen Weg zu einer Begegnung mit Gott.

Kersin Hack halfen Träume und innere Dialoge, Zeiten der Besinnung und Gespräche mit Menschen, sogar Kunst und Kultur bei ihrer Suche. Das ermutigt, eigene Versuche zu unternehmen, sich dem unbeteiligten, fernen Gott persönlich (wieder) zu nähern. Dass solche Versuche erfolgreich sein werden, kann dieses Buch nicht versprechen, will es gar nicht versprechen. Aber wie so oft im Leben mag das Beispiel eines fremden Erlebens die Tür zum eigenen Entdecken aufstoßen. Dieses Potential hat das Buch.

Mein Fazit: Eine lohnende Lektüre für alle, die in ihrem Glaubensleben auf Tatsachen gestoßen sind, welche nun dem Vertrauen auf einen eingreifenden, beteiligten Gott im Wege stehen. Wahrscheinlich findet der Leser nicht die erhoffte Aufklärung bezüglich seiner Enttäuschungen und Krisen, aber er kann miterleben, wie die Autorin mit ihren offenen Fragen umzugehen lernt. Vielleicht macht das Mut, eigene Wege zu suchen.
Und das ist allemal besser als billige Rezepte, die nur zu tieferer Enttäuschung führen würden.
Rezension zuerst erschienen auf: http://gjmatthia.blogspot.com
Das Buch:
Kerstin Hack: „Die Hütte und ich. Gott neu vertrauen – eine Reise“
Down to Earth, Berlin und Gerth Medien, Asslar
160 Seiten, € 12,80
Erhältlich direkt im Down to Earth Shop.

Weitere Bücher der Autorin:
Kerstin Hack: „Ich warte auf dich in der Hütte“.

GESCHENKBUCH: ICH WARTE AUF DICH IN DER HÜTTE
Inspirierende Texte zur neuen Begegnung mit Gott als Bildband. Ideal zum Verschenken an Menschen, die gerade durch schwere Zeiten gehen, Gott nicht verstehen und viele Fragen haben. Nur 9, 95 Euro.

Günter J. Matthia: Rezension zu W.P.Young – The Shack

Zwischen uns sei Wahrheit, lieber Leser dieser Rezension. Das Buch, das ich hier empfehle, ist ein zwiespältiges Werk; ein gutes und ein bedenkliches Buch zugleich.
Vorab: Man darf nicht vergessen, dass man es bei der Lektüre mit einem Roman zu tun hat. Ein Roman darf vieles, was einem Sachbuch anzukreiden wäre. Zum Beispiel den Leser samt Protagonisten aus dieser Welt heraus in eine andere entführen. Nicht irgend eine außerirdische Sphäre, dies ist kein Science-Fiction-Roman, sondern – um es etwas vereinfacht auszudrücken – in unsere Welt, wie sie eigentlich sein sollte. Wie sie sich der Schöpfer gedacht haben mag, wenn man einen Schöpfer in Betracht zieht.

Wiliam P. Young, so heißt der Autor, auf diesem gedanklichen Weg zu folgen, fällt Europäern sicher schwerer als Amerikanern. Der Protagonist Mackenzie Allen Phillips, meist kurz Mack genannt, ist ein Typus Mensch, den es hier in Deutschland weit weniger häufig gibt als in der Heimat des Autors. Mack ist der typische Amerikaner, der selbstverständlich sonntags die Kirche besucht, vor dem Essen ein Dankgebet spricht und ein »christliches« Leben führt. Er zweifelt nicht an der Existenz Gottes, wenngleich er keine allzu persönliche Beziehung zu Gott pflegt, sondern landläufig-traditionell gläubig lebt: Man ist Christ, liest die Bibel und gehört einer Kirche an.
Im säkularisierten Europa trifft man solche Menschen womöglich noch in einigen ländlichen Gebieten in größerer Zahl an. In Amerika ist das noch immer eine Beschreibung der Mehrheit der Bevölkerung.

Zurück zu Mackenzie. Während eines Wochenendausfluges verschwindet Missy, die kleine Tochter, spurlos. Die Suche bleibt erfolglos, es gibt bald keinen Zweifel mehr, dass sie von einem Serientäter entführt und umgebracht wurde, obwohl die Leiche des Kindes nicht auffindbar ist. Die blutdurchtränkte Kleidung des Mädchens und die Beschreibung des Entführers sprechen deutlich genug, um Hoffnungen zu ersticken. The Great Sadness senkt sich auf Macks Leben.

So weit, so traurig und leider auch so realistisch. Wir alle kennen solche Geschichten aus den Medien, sie sind keine Fiktion, sondern grausame Wirklichkeit. Mancher leitet daraus ab, dass es keinen barmherzigen und guten Gott geben kann.

Doch Mack erhält eine handschriftliche Einladung von »Papa«. So nennt seine Frau Gott, da sie ein etwas engeres Verhältnis zu ihm zu haben scheint als Mack. »Papa« lädt ihn in ausgerechnet die Hütte ein, in der man damals die blutdurchtränkten Kleider seiner kleinen Tochter gefunden hat. Ein grausamer Scherz eines Verrückten? Eine Falle des Mörders? Oder tatsächlich eine Einladung von Gott persönlich? Auf jeden Fall hat Macks Frau trotz der Unterschrift »Papa« nichts damit zu tun, so viel ist sicher.
Weil Mack, der keine Ahnung hat, was ihn und ob ihn überhaut etwas erwartet, sich auf das Wochenende einlässt (vorsichtshalber mit Schusswaffe im Gepäck), kann uns der Autor des Romans zusammen mit Mack in jene »andere« Welt entführen, in der es möglich und an der Tagesordnung ist, wie Adam und Eva einst mit Gott zu plaudern.
Allerdings hat Mack zunächst Mühe, Gott zu erkennen. Er begegnet keineswegs jemandem, der Gandalf aus dem Herrn der Ringe ähneln würde. Für manchen Leser mag das, was in der Hütte und ringsum bei Ausflügen folgt, irritierend sein. Schon wegen der Darstellung von »Papa«, Jesus und des Hei- ja, da sind wir schon mitten in den Problemen für unsere traditionellen Vorstellungen: Der Heilige Geist ist weiblich. Bono, Sänger von U2, hat schon vor Jahren über den Geist Gottes gesungen: She moves in mysterious ways. In diesem Buch nun heißt sie Sarayu. Doch auch »Papa« begegnet Mack zunächst als Frau, als Afroamerikanerin, da der Begriff »Vater« für Mack aufgrund der eigenen Kindheit nicht viel Gutes zu bedeuten hat.
Die drei Personen des einen Gottes, eine Frau namens »Papa«, Jesus und Sarayu begleiten nun den Protagonisten durch das Wochenende. Sie sind / er ist, nicht nur was Namen und Geschlecht betrifft, völlig anders, als religiöses Denken (und Establishment) es in Amerika oder hierzulande zulassen möchte.

Es ist ein mutiges Buch, denn dass ein Autor, selbst in einem Roman, dermaßen radikal mit dem herkömmlichen Gottesbild bricht, muss zu vehementen Protesten der traditionsverhafteten Geistlichkeit führen. Das war auch in Amerika prompt der Fall, manch ein Hirte wollte seinen Schäfchen gar verbieten, »The Shack« zu lesen. Dennoch (oder deshalb?) hat das Buch offensichtlich ein Dauerabonnement für die Bestsellerlisten.
Nun ist die deutsche Ausgabe erschienen, man darf gespannt sein, ob es auch hierzulande entsprechende Reaktionen geben wird.

Doch zurück zur Geschichte, die William Paul Young erzählt und zu der Zwiespältigkeit, die ich empfunden habe. Erzählerisch ist »The Shack« kein Meisterwerk.
Mack wird sehr idealisiert dargestellt, so perfekt, dass er mir im Lauf der Lektüre unglaubwürdig wird. Beim besten Willen kann ich mir einen solchen Mustervater, Musterehemann und Mustermenschen nicht im wirklichen Leben vorstellen – samt Musterehefrau übrigens. Beide machen immer so gut wie alles richtig.
Auch meine ich, dass der Autor sich etwas zu viel vorgenommen hat, zumindest für den Umfang des Buches. Er will möglichst allen Fragen nachgehen, die es rund um Gott, Mensch und das Leid sowie die Ungerechtigkeit der Welt gibt. Und Antworten vorschlagen.

  • Wie kann Gott, vorausgesetzt, er ist ein guter Gott, solch ein Verbrechen an einem unschuldigen Kind zulassen?
  • Wie muss man leben, damit Gott zufrieden ist?
  • Bestraft und erzieht Gott die Menschen durch Krankheit oder anderes Leid?
  • Wird das nicht langweilig, im Himmel immer nur auf goldenen Straßen rumzulaufen und Loblieder zu singen?
  • Wer ist für Naturkatastrophen verantwortlich zu machen?
  • Warum all die Kriege und Abschlachtereien im Alten Testament?
  • … und viele weitere Fragen und Problemkreise.

Was Young schreibt, ist – wie schon oben angedeutet – alles andere als »kirchenkonform«. Zum Beispiel wenn sich Mack und Jesus über die Kirche / Gemeinde unterhalten:

Mack paused, searching for the right words. „You’re talking about the church as this woman you’re in love with; I’m pretty sure, I haven’t met her.“ He turned away slightly. „She’s not the place I go on Sundays,“ Mack said more to himself, unsure if it was safe to say out loud.
„Mack, that’s because you’re only seeing the institution, a man-made system. That’s not what I came to build. What I see are people and their lives, a living, breathing community of all those who love me, not buildings and programs.“
Mack was a bit taken back to hear Jesus talking about „church“ this way, but then again, it didn’t really surprise him. It was a relief. „So how do I become part of that church?“ he asked. „This woman you seem to be so gaga over.“

„As well-intentioned as it might be, you know that religious machinery can chew up people!“ Jesus said. „An awful lot of what is done in my name has nothing to do with me and is often, even if unintentional, very contrary to my purposes.“
„You’re not too fond of religion and institutions?“ Mack said, not sure if he was asking a question or making an observation.
„I don’t create institutions – never have, never will.“

Die Antworten, die Young anbietet, habe ich so gut wie immer als nachvollziehbar empfunden, und sie sind auch in sich schlüssig. Das Gottesbild, das er in diesem Roman zeichnet, teile ich weithin schon eine ganze Weile. Ich halte dieses Buch für hervorragend geeignet, dem einen oder anderen Christen ein wenig die Augen dafür zu öffnen, dass nicht alles, was von einer Kanzel verkündet wird, unbedingt und immer richtig sein muss.
Doch, und da taucht der Zwiespalt wieder auf, so gut dieses Buch für nachdenkliche und suchende Gläubige sein mag, es taugt meiner Meinung nach nicht dazu, Menschen für Gott zu interesieren, die davon überzeugt sind, dass es keinen Gott gibt. Das muss und soll ja nun auch nicht die Aufgabe eines Romans sein.
Es ist dem Autor jedoch nicht gelungen, das zeigen auch etliche Rezensionen und Bewertungen in säkularen Medien, so spannend und interessant zu erzählen, dass ein Leser, der mit dem Glauben nicht viel oder gar nichts am Hut hat, dem Buch sonderlich viel abgewinnen könnte.
Wer am Thema »Gott und Mensch« grundsätzlich nicht interessiert ist, wird die seitenlange Dialoge als ermüdend und die Handlung als ungenügend empfinden. Der arg konstruierte Schluss sei hier sowieso mit dem gnädigen Mantel des Schweigens bedeckt.
Man muss schon am Thema an und für sich interessiert sein, wenn man das Buch interessant finden soll. Als Erzählung ist »The Shack«, trotz einiger hervorragender Szenen, allenfalls Durchschnitt. Stilistisch und sprachlich zeichnet sich der Text ebenfalls nicht aus: Nicht schlecht, aber auch nicht gut.

Mein Fazit: Ich habe das Buch trotz der oben angedeuteten Schwächen mit Begeisterung und nicht unerheblichem »inneren Gewinn« gelesen. Ich empfehle es mit voller Überzeugung als eine herausragende Lektüre, weit besser als mancher Alltagslesestoff. Nur sollte der Leser erstens nie vergessen, dass er einen Roman liest, und zweitens nicht zu sehr an traditionellen Formen und Lehren festkleben wollen. Die werden nämlich kräftig erschüttert. Und das ist auch gut so!
Ach ja, und drittens: Wer am Thema Gott und Mensch grundsätzlich nicht interessiert ist, den wird das Buch kaum sonderlich begeistern. Es sei denn, Sarayu wird aktiv?

  • Die deutsche und englische Version sowie das Hörbuch, eine Leseprobe aus der deutschen Version und weitere Informationen findet man am besten und einfachsten hier: Die Hütte / The Shack bei Down to Earth

Rezension zuerst erschienen auf dem Blog von Günter J. Matthia

Kerstin Hack: Einladung zum Fest aller Feste. Die Vielfalt der Volksgruppen als Ausdruck der Fülle Gottes.

Jedes Volk, jede Ethnie bringt einen anderen Aspekt von Gottes Wesen zum Ausdruck. Wir können uns sehr bereichern und beschenken, wenn wir diese Vielfalt entdecken und schätzen lernen. „Kerstin Hack: Einladung zum Fest aller Feste. Die Vielfalt der Volksgruppen als Ausdruck der Fülle Gottes.“ weiterlesen