Existierst du noch – oder lebst du schon? Kerstin Hacks: SPRING. Hinein ins volle Leben

hack_kerstin-spring„Ich lebe und ihr sollt auch leben“. Die Jahreslosung 2008 aus Johannes 14, 19 ist zum Leitmotiv des neuen Buches von Kerstin Hack geworden. „Existierst du noch – oder lebst du schon? Kerstin Hacks: SPRING. Hinein ins volle Leben“ weiterlesen

Rezension: Spurensuche. Impulse für Menschen, die Gott finden möchten

spurensucheWie kann man Gott entdecken? Es gibt Bücher, die einem Schritt für Schritt versuchen zu erklären, wie man es denn genau anstellen könnte, Gott zu finden. Kerstin Hack, Autorin, Verlegerin und Coach vertritt einen anderen Ansatz. „Rezension: Spurensuche. Impulse für Menschen, die Gott finden möchten“ weiterlesen

Rezension „The Passion“. Die letzten 12 Stunden Jesu. Schlag auf Schlag

„Die Geschichte kennt man ja in groben Zügen“, sagte ein wartender Journalist vor der Pressevorführung des Films „The Passion of the Christ“. Menschen mit christlicher Sozialisation sind mit den Geschehnissen vertraut: Der Film beginnt mit der intensiven Auseinandersetzung Jesu im Garten Gethsemane, wo ihn die Anfrage Gottes beschäftigt, ob er bereit sei, die Sünde der Menschen auf sich zu laden und führt weiter über seine Verhaftung durch die religiöse Elite, einen inszenierten Schauprozess, bis hin zur Auslieferung an die herrschende römische Besatzungsmacht. Deren Versuch die Verantwortung an den Marionettenkönig Herodes abzuschieben, der den Gefangenen doch wieder an den römischen Gouverneur Pilatus zurück weist, der ihm aus Angst vor Machtverlust und unter den Druck des Mobs und der religiösen Elite erst zur Folter und dann zum Tode verurteilt. Dem folgt die emotionale und körperliche Folter durch die römischen Soldaten, der unendlich lange Weg zur Hinrichtungsstätte Golgatha und schließlich Kreuzigung – alles geschieht innerhalb von 12 Stunden – die „Passion“ dem Zuschauer in großer Dichte, Schlag auf Schlag (auch im wörtlichen Sinne), nahe bringt.

Kann man das Leben Jesu, das vielen von klein auf so vertraut ist, neu erzählen? Man kann. Mel Gibson gelingt es, indem er die Schauspieler in den historischen Originalsprachen sprechen lässt. Aramäisch (Jesus, seine Jünger, die Juden), Gassen-Latein (die römischen Soldaten), gehobenes Latein (Pilatus und seine Frau). Dadurch fühlt man sich – auch wenn man die Untertitel mitlesen muss – intensiver in die damalige Zeit hineinversetzt. Der Kontrast zwischen dem kehligen, melodischen Aramäisch und dem harten Stakkato des Latein, macht auch den kulturellen Unterschied zwischen beiden Völkern deutlich. Sowohl Juden als auch Heiden werden nicht im Gesamtkontext ihres Lebens dargestellt (z.B. beim Beten, Arbeiten oder Essen), sondern ausschließlich in Bezug auf ihre Rolle im Drama um Jesus.

Dabei kommt keiner gut weg. Weder die religiöse oder politische Elite, die Jesus ihrem Machterhalt opfert, noch die brutalen Soldaten mit geschorenen Köpfen, die die Quälerei offensichtlich genießen, noch das manipulierbare Volk. Es wird deutlich: Sie tragen – selbst wenn sie ihre Hände in Unschuld waschen – am Tod Jesu Schuld. Und doch wieder nicht. Schon in der Gethsemane-Szene zu Beginn des Films wird deutlich, dass Jesus das Leiden aus freien Stücken auf sich nimmt, sich bewusst dafür entscheidet. Und als er – aufs Schrecklichste gefoltert, blutüberströmt und mit geschwollenen Augen – zu Pilatus sagt: „Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben worden wäre!“, wird deutlich, dass er den Weg ans Kreuz bewusst gewählt hat.

Die Szene bei Pilatus ist eine Schlüsselszene für den ganzen Film, weil sie die Spannungen, in die Menschen in der Begegnung mit Jesus geraten, deutlich macht. Hier trifft alles zusammen: Sprache, Kultur, Weltbilder, politische und religiöse Macht, die Manipulierbarkeit der Masse – und mittendrin ein gequälter Jesus, der fast verwundert erklärt: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt, sonst hätten meine Jünger doch dafür gekämpft!“ Ruhig. Logisch. Nicht entrückt.

Gibson bettet Jesus klar in den historischen Kontext ein. Trotz einiger Effekte, die aus Monumentalfilmen der sechziger Jahre entlehnt zu sein scheinen und der dazugehörigen intensiven, dramatisch-lauten musikalischen Untermalung bleibt die Geschichte immer in der historischen Realität verankert. Gibsons Ziel ist keine umfassende Verfilmung des kompletten Lebenswegs Jesu, sondern konzentriert sich auf ein Thema: „The Passion“, das Leiden Jesu.

Der Film fängt ohne die Vorgeschichte zu erläutern, direkt mit der Entscheidung für das Leiden in Gethsemane an. Dem Zuschauer fehlt die Möglichkeit, der ganzen Person Jesu zu begegnen, er wird sofort und intensiv mit seinem Leiden konfrontiert. Darin liegt für mich eine der großen Schwächen des Films. Weil Jesus dem Zuschauer zu Beginn nicht nahe gebracht wurde, erschwert das die Identifikation mit ihm. Man fühlt sich – auch als gläubiger Mensch – wie ein Teil der Masse, die dem Leiden eines Fremden zusieht. Ein ganzheitlicheres Jesus-Bild vermitteln lediglich einige Rückblenden auf Schlüsselszenen aus dem Leben Jesu. Dadurch rückt einem Jesus als Mensch, Lehrer, Kind, Zimmermann und Retter etwas näher. z.B. in der Szene, in der er einen Tisch zimmert und mit seiner Mutter Maria herumalbert, kommt das Menschsein Jesu mit Freude, Lachen und Arbeit sehr gut zum Ausdruck. Maria, die Mutter Jesu und Maria Magdalena sind im Film ständig präsent –  auch in Szenen, in denen sie das neue Testament nicht explizit erwähnt (z. B. Im Hof des Kaiphas, bei Pilatus, auf dem Kreuzweg). Das wirkt auf Menschen, die die biblischen Texte kennen, zunächst befremdlich. Aber sie und Johannes spielen eine Schlüsselrolle, weil sie als Mutter und Nachfolger auf das Leid reagieren, das Jesus widerfährt und so auch dem Zuschauer eine Identifikationsebene bieten.

Die verschiedenen Rückblenden auf Kernaussagen und Schlüsselereignisse aus dem Leben von Jesus, unterbrechen das aktuelle, grausame Geschen. Sie wollen sein Leiden in den Kontext der Erlösung der Menschheit einordnen und erklären. Das gelingt zumindest dann, wenn der Zuschauer genug Vorwissen hat, um diese Bruchstücke und Zitate wie „Dies ist mein Leib, der für Euch gebrochen wird“ zu verstehen und die Bedeutung dieser Worte für sein eigenes Leben zu erfassen.

Und die Rückblenden unterbrechen das Geschehen. Das ist eine große Erleichterung, denn der Film ist schlicht und einfach brutal. Wie brutal kann ich nicht genau sagen, denn ich habe nur etwa 95 % des Filmes tatsächlich gesehen. Manches habe ich nur akustisch wahrgenommen z.B. die Folterszene im Hof der römischen Residenz. Man hört die Römer akribisch genau auf Latein die Peitschenhiebe abzählen, die sie Jesus geben…unio, duo, tres…bis hin zu Zahlen, die so hoch sind, dass mein Schullatein versagt. Auch mit geschlossenen Augen zucke ich bei jedem Peitschenhieb zusammen, unio, duo, tres…. Das Peitschen und Schlagen geht weiter und weiter, bis man schon längst schreien möchte: „Aufhören. Es ist doch genug.“ 39 Peitschenhiebe können unendlich lange sein. Lang ist auch der Weg zur Hinrichtungsstätte. Immer wieder, wohl ein Dutzend Mal sieht man, wie Jesus geschlagen und ausgepeitscht wird und zusammenbricht. Und wieder auf seinem langen Weg ans Kreuz geschlagen und zu Boden geworfen wird. In den meisten Szenen wird nur das überdeutlich dargestellt, was im biblischen Bericht auch erwähnt wird (wie z.B. als ihm die Dornenkrone ins Fleisch gedrückt wird). Aber in einigen Szenen, z.B. bei der Verhaftung und auf dem Weg nach Golgatha, geht Gibson über den Bericht der Bibel hinaus und schildert (die wahrscheinlich realistische Vorstellung), wie Jesus geschlagen, bespuckt, zu Boden geworfen, verspottet und mit Steinen beworfen wird. Das ist mehr als man ertragen oder sich vorstellen kann – vielleicht geht die Brutalität auch über das hinaus, was bei der historischen Hinrichtung tatsächlich der Fall war. Das Thema körperlichen Leidens wird deutlich, überdeutlich illustriert, so dass es auch wirklich jeder versteht: Jesus hat gelitten. Mir war das zu viel. Viel zu viel. .

Schon vor der Vorführung habe ich mich der Frage der Brutalität in dem Film auseinander gesetzt. Ich reagiere sensibel auf die Darstellung von Gewalt und sehe kaum fern (das letzte Mal bei der Wahl 2002). Bei „ Braveheart“ saß ich die letzten 10 Minuten mit geschlossenen Augen und Ohren im Kino und habe die folgende Nacht nicht geschlafen.

Nicht nur ich frage mich: Ist so viel Brutalität erlaubt? Oder anders gefragt: Dürfen und sollen Christen die Brutalität des Todes Jesus so brutal und anschaulich darstellen, wie sie tatsächlich war? Die einen sagen nein und betonen zu Recht, wie sehr Bilder von Gewalt sich tief in der Seele einnisten und die Psyche belasten.

Die anderen sagen ja. Unsere Welt ist brutal. Und wenn wir Menschen begreiflich machen wollen, dass Jesus für uns diese Brutalität ans Kreuz getragen hat, müssen wir es Menschen plastisch vor Augen malen. Täglich sehen wir Bilder von Gewalt, von Kindern, deren Arme von Minen abgerissen wurden, von explodierenden Autobomben, die die zerfetzten Körperteile von Menschen im weiten Umkreis zerstreuen. Wir sehen im Fernsehen die leeren Blicke von Kriegswitwen, die nicht wissen, wer der Vater ihren Kinder ist, weil sie von Dutzenden von Männern vergewaltigt wurden. Mel Gibson scheint davon überzeugt zu sein, dass das Leiden Jesu für diese brutale Welt, nicht brutal genug dargestellt werden kann.

Die zentrale Frage ist nicht, ob man darstellen darf, wie jemand gefoltert und grausam hingerichtet wird oder ob man die nackte Bloßstellung eines politischen Gefangenen öffentlich machen darf. Diese Frage haben Christen schon seit Jahrhunderten beantwortet. Wir stellen die grausamen Szenen jener 12 Stunden seit Jahrhunderten in den jeweiligen zeitgenössischen Kunstformen dar: In den Kreuzen und Kruzifixen und Altarbildern, die in unseren Kirchen hängen und als Silberschmuck unsere Hälse zieren. Wir haben das „Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn“ und den „Mann der Schmerzen und umgeben von Qual“ (aus „Messias“ in Anlehnung an Jesaja 53) in unzähligen Passionen, Spirituals und Liedern besungen und in Passionsspielen aufgeführt.

Die Frage ist nicht, ob man die Hinrichtung Jesu in ihrer ganzen Grausamkeit zeigt, sondern wie man es tut und warum. Wenn man den Tod Jesu in den gewohnten Formen darstellt – ein ordentlicher, mild lächelnder Jesus, der fast entspannt am Kreuz hängt, keusch mit einem Leintuch, das ihm in ordentlichen Falten um die Hüften fällt, ist das weit entfernt von der historischen Wahrheit und so vertraut, dass es Menschen kaum mehr bewegen kann. Nur noch Kinder, die sich an dieser Form der Darstellung noch nicht satt gesehen haben, werden darauf reagieren. So wie die kleine Tochter des Autors Adrian Plass, die zutiefst erschüttert war, als sie zum ersten Mal in einer Kirche ein Kruzifix sah und hörte, was mit Jesus geschehen war. Den meisten von uns ist jedoch die Unschuld abhanden gekommen. Das vertraute Bild vom Kreuz bewegt uns nicht mehr.

Deshalb versuchen Künstler immer wieder die bekannten Formen zu verlassen und das Geschehen am Kreuz auf ungewohnte Weise darzustellen. Sie wollen Menschen zur neuen Auseinandersetzung mit Jesus führen. Man denke an Künstler, die den Tod Jesus in ein anderes Umfeld einbetten: In ihren Werken stirbt er auf einer Müllhalde oder an ein Garagentor genagelt. Sie wollen damit zum Ausdruck zu bringen, dass sein Tod mitten in unsere Welt hinein und auch für uns geschehen ist. Wo würde Jesus heute sterben? In einem Flüchtlingslager oder Altersheim? Am Rande eines Uno-Kongresses oder Kirchentags? Wer würde heute versuchen, seinen Armani-Anzug (das Äquivalent zum feinen Tuch aus Stoff) bei Ebay zu ersteigern?

Gibson versucht das Geschehen am Kreuz ins Blickfeld zu rücken, indem er es in seiner Brutalität überdeutlich darstellt. Der Film spricht eine laute Sprache und ist durch laute, häufig fast dröhnende Musik untermalt. Die Bilder sind laut, eindeutig und klar. Blut fließt in Strömen, Fleisch hängt in Fetzen, da bleibt nichts angedeutet oder allein der Vorstellung des Zuschauers überlassen. Die Brutalität des Kreuzes kommt klar und deutlich zum Ausdruck. Aber gerade dadurch wird der Zuschauer vom eigentlichen Geschehen am Kreuz abgelenkt.

Der Musikkritiker Steve Turner schreibt in Bezug auf verschiedene, Anstoß erregende Darstellungen des Kreuzes: „Nichts davon ist mit dem Ausdruck „Ärgernis des Kreuzes“ gemeint. Was in diesen Fällen Anstoß erregt, ist die Verachtung der Theologie und die einzigen, die außer Gott Anstoß daran nehmen, sind vermutlich Christen. Das wahre „Ärgernis des Kreuzes“ ist das Ärgernis für unseren Stolz, wenn uns gesagt wird, wir seien Sünder, die Errettung brauchen und dass Errettung nicht durch unsere Bemühungen, sondern durch eine hässliche Hinrichtung des ersten Jahrhunderts geschieht. […]Er starb, weil das die von Gott geforderte Strafe für die Sünde war.“ [1]

Das ist die wahrhaft brutale Botschaft. Dass wir Menschen unser Leben gründlich verkorkst haben und Hilfe und  Erlösung nötig haben. Und dass nur dieser zerschlagene, gestorbene und am Ende wieder zurück ins Leben gekommene Mann aus Israel uns genau das geben kann. Das kratzt brutal an meinem Stolz, meiner Ehre, dem Wunsch, mein Leben auch ohne Hilfe von außen, in den Griff zu kriegen. Es widerstrebt meinem Wunsch, mich – durch was auch immer – selbst zu erlösen – und es doch nicht zu schaffen.

Der Film bringt diese Botschaft auch zum Ausdruck. Allerdings kleiner. The Passion (Das Leiden) ist groß geschrieben, „of the Christ“ (des Erlösers) steht kleiner darunter. Der Moment des Getrennt-Seins von Gott – die eigentliche, brutalste Strafe, die Jesus für uns getragen hat, ist aus theologischer Perspektive der Kern des Erlösung. Dieses von Gott – der Quelle des Lebens abgetrennt zu werden, um uns mit ihm neu zu verbinden, hat Jesus letztlich das Leben gekostet. Aber gerade diese Szene wirkt blass im Vergleich zu den Szenen, die das physische Leiden zum Ausdruck zu bringen.

Dennoch geht es Gibson darum, das Leiden von Jesus zu erklären. Um es zu interpretieren,  greift der Film biblische Motive und Bilder auf: Das letzte Abendmahl, die Schlange, der der Kopf zertreten wird, der Vorhang im Tempel, der höchst theatralisch zerreißt. Dabei handelt es sich um Bilder, die nur Menschen, die bereits damit vertraut sind, verstehen und interpretieren können. Dass „die Eingeweihten“ diese Botschaft verstehen können, bedeutet noch lange nicht, dass sie sich auch denjenigen erschließt, die mit den Bilder und Metaphern nicht vertraut sind. Hierfür wären Gesprächspartner hilfreich, die ihnen die biblischen Motive erläutern und die verständlich machen können, dass die brutale Ermordung Jesu, die in diesem Film plastisch zum Ausdruck kommt, auch für sie die Chance zu einem Neuanfang mit Gott beinhaltet.

 

Diese Rezension ist in leicht veränderter Form zuerst in der Zeitschrift Aufatmen erschienen. Mit freundlicher Genehmigung.

 

Buchtipp:

[1] Steve Turner: Imagine. Christen in Kunst, Musik und Medien. Down to Earth, 2004.

€ 9,80. Direkt zu bestellen beimDown-to-Earth-Verlag.

Ein Buch, das sich intensiv und klug mit der Rolle von Christen im Kunstbereich auseinander setzt.

 

 

 

 

 

 


 

Fotografieren – Impulse, gute Bilder zu machen

Birgit-Cathrin Duval gibt Tipps, wie Fotos gelingen, die faszinieren

Gibt es nicht bereits genügend Bücher zum Thema Fotografie?

Natürlich. Die meisten Bücher richten sich allerdings an Personen, die Fotografie als Hobby betreiben und technische Aspekte kennenlernen wollen. Mein kleines Büchlein richtet sich an alle, die eine Kamera besitzen – also quasi an jeden. Kameras gehören heute zu unseren ständigen Begleitern. Fast jeder besitzt eine digitale Kompaktkamera oder ein Smartphone mit Kamera. Fotos werden ins Internet gestellt und auf Facebook mit anderen geteilt. Für diese Zielgruppe ist das Heft gedacht.

Was darf der Leser erwarten?

Wie der Name schon sagt, es handelt sich um Impulse. Das Heft ist 10×10 Zentimeter groß, hat 32 Seiten und wird mit diesem kompakten Format zum ständigen Begleiter. Die Anregungen kann jeder sofort umsetzen, egal welche Kamera er hat. Denn Fotografie fängt im Kopf an. Gute Bilder entstehen nicht durch wildes Knipsen. Keine Kamera der Welt verfügt über Kreativität, die ist uns überlassen. Meine Tipps geben Anregungen, wie man kreativ mit der Kamera umgeht und so zu aussagekräftigen Bildern kommt.

Wie sind Sie auf die Idee für dieses Buch gekommen?

Für Zeit online habe ich den Artikel „Schöne Erinnerungen“  – Eine Anleitung für das perfekte Urlaubsbild geschrieben. Darin ging es ums Fotografieren im Urlaub. Die Resonanz auf den Artikel war enorm. Da wusste ich, dass es ein Thema ist, das vielen hilft. Nicht jeder will sich eingehender mit Fotografie beschäftigen, aber mit einfachen Tipps bessere Fotos machen, das kommt an. Der Verlag Down-to-Earth aus Berlin bringt eine neue Impulsserie, Mini-Ratgeber zu praktischen Themen, heraus und hat mich im Herbst letzten Jahres kontaktiert, ob ich nicht ein Impulsheft über Fotografie schreiben möchte.

Wo ist das Heft erhältlich?

Fotografieren, Impulse, gute Bilder zu machen ist ab sofort im Internet beim Down-to-Earth-Verlag, ISBN 978-3-86270-083-7 , www.down-to-earth.de für 2,50€ erhältlich.

 

 

 

 

 

 

Birgit-Cathrin Duval arbeitet als freie Journalistin und Fotografin. Mehr über die Autorin über bcmpress.com

 

 

 

Nicht zufrieden geben – Rezension zu „Die Hütte und ich“

die-huette-und-ich_400Der Titel und einige Passagen des neuen Buches von Kerstin Hack beziehen sich auf den viel diskutierten Roman „Die Hütte“ von William Paul Young. Im Roman ist die Hütte als Symbol des Verlustes und tiefsten inneren Schmerzes und zugleich als Ort der Gottesbegegnung zu verstehen. Diese Chiffre überträgt die Autorin auf ihre eigene Situation im Frühherbst 2009: Die ausgesprochen kreative, fröhliche, energiegeladene, mitten im Leben stehende Unternehmerin geht mit einer lebensbejahenden Einstellung auch an ihre eigenen Probleme heran. Als sie spürt, dass durch vergangene Enttäuschungen und zerplatzte Träume Gottes Zugang zu ihrem Herzen blockiert ist, nimmt sie sich eine Auszeit und reist nach Antwerpen, um in der Wohnung von Freunden ihren Fragen nachzugehen und Gottes Antworten auf die Spur zu kommen. Diese Wohnung wird zu Kerstin Hacks „Hütte“, in der sie sich ihrem Schmerz stellt, ihren Sehnsüchten Raum gibt und das Gespräch mit Gott aufnimmt. Doch nicht nur die Unterkunft, auch ihre Streifzüge durch die Stadt und überraschende Begegnungen helfen ihr, Gottes Sicht der Dinge wahr zu nehmen. Ihr Blick auf Menschen und Ereignisse ist wach und neugierig, manchmal kindlich offen und unverstellt, ihre Erfahrungen sind hoch reflektiert und verarbeitet. Die Beschreibung, wie sie Gottes sehr persönliche Antworten, aber auch einfach nur seine Zuwendung erhält, macht dieses Buch nicht nur lesenswert, sondern auch Lust darauf, sich selbst nicht mit dem abzufinden, was an Unzufriedenheit und innerer Unruhe da ist. Der Leser bekommt eine Menge praktische Anregungen, selbst in sich hinein zu hören und aktiv und auf kreative Weise Gottes Herz für ihn zu suchen.

Susanne Tobies

Zuerst erschienen im Magazin „Aufatmen“ 2 / 2010.
Mit freundlicher Genehmigung.
http://www.aufatmen.de/

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Kerstin Hack: „Die Hütte und ich. Gott neu vertrauen – eine Reise“
Down to Earth, Berlin und Gerth Medien, Asslar
160 Seiten, € 12,80
Erhältlich direkt im Down to Earth Shop.

Sinnvolle Weihnachtsgeschenke

Manchmal sucht man zum Weihnachtsfest (nicht nur, sondern auch) nach Geschenken, die nicht gleich die Welt kosten und dennoch mehr sind als eine Tafel Schokolade oder ein Paar Socken.

Kerstin Hack bietet in ihrem Verlag Down to Earth mit dem Quadro-Format (4 Euro) und den Impulsheften (2 Euro) genau das Richtige für solche Fälle. Manches Produkt habe ich schon rezensiert, was mir als Lektor des Verlages natürlich realtiv leicht fällt. (Lektoren und Übersetzer kennen ein Buch besser als der Autor, sagt man gelegentlich in Fachkreisen.)

Hier nun als kleine Entscheidungshilfe  meine persönliche (und sicher sehr subjektive) »Best of Down to Earth« Liste, was die Impulshefte und Quadros betrifft:

  • Platz 10: Marcus Splitt: Entscheiden – Das Heft verspricht keine Patentrezepte. Statt dessen gibt es Impulse, wie jeder mit seinen individuellen Fähigkeiten und Begabungen die richtigen Entscheidungen finden könnte – und was mit falschen Entscheidungen zu tun ist.
  • Platz 9: Kerstin Hack: Glaubensfragen – Keine leicht bekömmliche Kost, diese Glaubensfragen. Sondern Wachmacher und Aufreger, Nadelstiche und Ruhestörungen für den frommen Dornröschenschlaf. Wer weiterschlafen will: Bitte nicht lesen! [Meine Rezension]
  • Platz 8: Roland Allen / Kerstin Hack: Gemeinden gründen – Kein Gehalt für den Pastor? Na so was! Keine Aufsicht durch die Mutterkirche? Unerhört! Kein Glaubenskurs vor der Taufe? Aber hallo! Wo gibt es denn so was? Bei Paulus!
  • Platz 7: Kerstin Hack: Swing-Quadro – Leben oder gelebt werden, Alltagstrott oder Ausbruch, Langeweile oder Abenteuer? Wer wissen möchte, ob es womöglich jenseits der grauen Routine noch etwas anderes gibt, wird hier fündig.
  • Platz 6: Kerstin Hack: Spurensuche – Ein herrlich unfrommer Text über ein frommes Thema: Gott. Gott selbst ist ja überhaupt nicht fromm. Er lässt sich auch ganz woanders finden, als in Kirchen und Gemeinden. Vorzugsweise sogar.
  • Platz 5: Thorsten Huith: Kreativ leben – Manche Zeitgenossen bilden sich ein, nicht kreativ sein zu können und verkommen dann vor der Mattscheibe mit RTL und Pro7 und Sat1. Vermutlich lesen sie nicht. Wenn doch: Zugreifen und anders leben lernen!
  • Platz 4: Kerstin Hack: Krisen – Jede Krise bietet auch die Chance, Dinge anders, neu und besser zu machen. Man muss nur erst mal begreifen, dass Krise nicht Katastrophe heißt. Hierbei kan dieses Heft hilfreich unterstützen. [Meine Rezension]
  • Platz 3: Kerstin Hack: Natürlich wachsen – Mancher Mitmensch scheint zu glauben, er sei schon reif geboren und könne nun so bleiben, wie er ist. Für solche Personen ist das Heft denkbar ungeeignet. Allen anderen nimmt die Lektüre den falschen Leistungsdruck. [Meine Rezension]
  • Platz 2: Damaris Graf: Gut kommunizieren – Es gelingt der Autorin, die sich übrigens durch einen ausgesprochen lebendigen und daher gut lesbaren Stil auszeichnet, das Sachthema geradezu unterhaltsam zu machen, ohne dass es dabei verflachen würde.[Meine Rezension]
  • Platz 1: Harald Sommerfeld: No More Blues – Eine Lektüre für Christen, damit sie weniger frömmeln und muffeln und für Nichtchristen, damit sie muffelnde und frömmelnde Christen nicht für exemplarische Vertreter ihrer Gattung halten. Das Quadro aller Quadros. [Meine Rezension]

Ich wünsche viel Spaß beim Verschenken oder sich selbst Gönnen.

Günter J. Matthia: Rezension zu »Glaubensfragen«

Fragen bewegen. Es wäre falsch zu vermuten, dass der Sinn aller Fragen darin besteht, Antworten zu erhalten. Häufig besteht er vor allem darin, uns innerlich in Bewegung zu bringen und Dinge aus neuer Perspektive zu sehen.

Kluge Sätze, die den einleitenden Gedanken eines Impulsheftes aus dem Down-to-Earth-Verlag entnommen sind. Es geht in diesem Heft nicht um Antworten, sondern um Fragen. Um Fragen, die sich jeder von uns schon gestellt haben mag, aber auch um solche, auf die man nicht so leicht kommt.

Manche Fragen, die ich in diesem Heft gefunden habe, sind sehr persönlicher Natur:

  • Was war dein albernster Versuch, Jesus zu beeindrucken?
  • Welche ausgebliebene Gebetserhörung war für dich am schwersten zu verkraften? Was hat sich dadurch für dich verändert?

Manche Fragen kann ich nicht beantworten:

  • Wenn du deine Beziehung zu Jesus mit einem Tanz vergleichen würdest – welcher Tanz wäre es?
  • Wenn du Gottes Liebe mit einer Pflanze vergleichen würdest – welche wäre das?

Manche Fragen lösen umfangreiche Denkprozesse bei mir aus:

  • Wenn du eine Passage aus der Bibel streichen könntest – welche würdest du wählen?
  • Was könnte Jesus bei christlichen Treffen langweilen?

Das Heft ist, wie die gesamte Impulsreihe übrigens, mit passenden Fotos und Graphikelementen sowie klugen Zitaten liebevoll und professionell gestaltet, Inhalt und Optik machen gleichermaßen deutlich, dass die 2 Euro, die das Heft kostet, eine gute Investition in das persönliche Glaubensleben sind. Auch für Gespräche im Hausbibel- oder sonst einem Gesprächskreis finden sich reichlich Denkanstöße.

Mein Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall, sich als Gruppe oder Einzelner immer wieder mit den Fragen zu beschäftigen, die Kerstin Hack in diesem Heft gesammelt hat. Auch, wenn manche Frage ohne Antwort bleiben mag. Oder gerade deshalb?

Kerstin Hack: Glaubensfragen – Impulse, Jesus neu zu entdecken
32 Seiten, 2 Euro.
Verlag Down to Earth, Berlin
Erhältlich direkt bei Down to Earth im Shop.

Günter J. Matthia: Renzension zu »Natürlich wachsen«

Kerstin Hack, meine Freundin und Autoren-Kollegin, hat ihrer stetig wachsenden und erfolgreichen Serie von Impulsheften einige wohltuende Werke hinzugefügt. Bei diesem Exemplar geht es um Reife und Unreife, vor allem darum, wie man natürlich – also unverkrampft und ohne Zwangsvorstellungen – wachsen kann. Ein interessantes Thema, denn wer aufhört, zu wachsen, zu reifen, der hört auf zu leben.

Das Heft hebt sich wohltuend von anderer Lektüre, die ich zum Thema »Reife« schon gelesen habe, ab. Häufig begegnete ich in anderen Ratgebern irgendwelchen Anleitungen, wie durch sogenannte Reife Probleme, Leid, Schwierigkeiten umgangen werden können (was natürlich in der Regel Unfug ist). »Natürlich wachsen« zeigt dagegen unter anderem, wie man mit schweren Erfahrungen umgeht, anstatt eine heile Welt vorzugaukeln:

Auch reife Menschen erleben Leidvolles. Im Kontrast zu unreifen Menschen bewerten sie Krisen jedoch nicht als »Ungerechtigkeit des Schicksals«, sondern als unvermeidlich im Leben und als wichtig für die eigene Entwicklung. Sie leugnen Schweres nicht, sondern nehmen es an und gestalten das Leben damit weiter.

Man wird angeregt darüber nachzudenken, was die größten Krisen im eigenen Leben waren, und welche Stärke in oder durch diese Krisen entwickelt werden konnte.

Wachsen kann und sollte der Mensch auf ganz verschiedenen Gebieten. Wie wäre es mit einem Wandel von der (kleinkindgemäßen) Ich-Bezogenheit hin zu einem Blick für die Bedürfnisse anderer Menschen?

Ein reifer Mensch erlebt sich selbst als derjenige, der am meisten beschenkt wird, wenn er mit dem, was er hat und kann, das Leben anderer bereichert. Er ist auf angenehme Art und Weise selbstlos und gleichzeitig ganz bei sich selbst. Er erlebt tiefe Erfüllung dabei, das auszudrücken und zu geben, was er hat. Er erwartet keinen Dank, sondern ist durch das Geben selbst am meisten beschenkt.

Dieses Impulsheft regt an zum Überdenken des Lebens, aber auf eine wohltuende, entspannende Weise. Statt 10-Schritte-zur-Reife-Anleitungen, die im wirklichen Leben des Lesers vermutlich versagen würden, gibt es Impulse (nomen est omen), stellt Alternativen vor und lädt so den Leser ein, ganz natürlich, im eigenen Tempo, in der eigenen Situation, zu wachsen und zu reifen.

Mein Fazit: Empfehlenswert, und angesichts des Preises von nur 2 Euro geradezu ein »must-have« (man verzeihe mir ausnahmsweise den Anglizismus).

Hier geht es direkt zum Impulsheft: »Impulsheft Nummer 30 – Natürlich wachsen«

Günter J. Matthia: Rezension zu Steve Turner – Imagine

Die Aussagen von U2 über den persönlichen Glauben hätten wahrscheinlich weniger Wirkung gehabt, wenn sie diesen Glauben nicht konsequent vorgelebt hätten. Ich bin überzeugt, dass ein großer Teil des Respektes für sie daher kommt, dass man sie für Menschen hält, die zu ihrem Wort stehen. Das Evangelium macht für die Menschen mehr Sinn, wenn sie es gelebt sehen, statt es nur zu hören. -Steve Turner

Der Verfasser dieses Buches ist Journalist, Musikkritiker und Autor. Er lebt in London und schreibt regelmäßig für Zeitungen und Magazine. Er hat verschiedene Bücher über Musiker wie die Beatles, Cliff Richard, Eric Clapton, U2 und andere, sowie mehrere Gedichtbände veröffentlicht. Aus seiner Feder stammt auch die offizielle Biografie »The Man called Cash« über Johnny Cash.

Im vorliegenden Buch geht es auch um Musik und Musiker, aber »Imagine« ist weit mehr als ein Portrait von Künstlern. Steve Turner öffnet den Blick für eine weite und visionäre Perspektive, wie Christen heute Kunst schaffen können, die authentisch ist und etwas bewirkt, weil sie von der säkularisierten Gesellschaft nicht ignoriert wird.

Es hat sich eine ungesunde Spaltung in »christliche« und »weltliche« Kunst entwickelt, das betrifft nicht nur die Musik, sondern genauso die Literatur, Malerei, Theater, Film und Bildhauerei. Axel Nehlsen, Pfarrer in Berlin, sagte 2004: »Als Verantwortliche in Kirche und Gemeinde sind wir oft erschrocken über die kulturelle Irrelevanz der Christen. Wir entdecken mehr Rückzug in den frommen Bereich statt kompetente Einmischung in die Gesellschaft.«
Woher diese Spaltung kommt, die im Versagen vieler sicher sehr begabter Christen gipfelt, ihre Mitmenschen überhaupt zu erreichen, untersucht Steve Turner. Er ist schon früh in seinem Leben auf das ausschlaggebende Denken gestoßen:

Als ich einmal erzählte, dass ich Autor werden wollte, sagte ein älterer Christ zu mir: »Das wäre sehr schön. Es gibt ein paar gute christliche Zeitschriften.« Seine Überzeugung war, dass ein Christ für Christen über das Christentum schreibt, dass ich vielleicht für eine überregionale Zeitung oder ein Magazin über allgemeine Theman schreiben wollte, kam gar nicht in Betracht.

Gut, dass Steve Turner seinen Weg als Autor gefunden hat, der mit seinen Werken nicht nur ein Nischenpublikum erreicht. Er begann als Journalist und interviewte die seinerzeit berühmtesten Musiker, darunter Elton John, Frank Zappa, Lou Reed, Eric Clapton, Pink Floyd, The Who, Rolling Stones … um nur einige zu nennen. Im Buch »Imagine« schildert er unter anderem ein ausführliches Gespräch mit John Lennon zu der Zeit, als das Album »Imagine« gerade erschienen war. Lennon hatte einen Brief bekommen, in dem es hieß: »Du brauchst Jesus, John!« Steve Turner sprach lange mit ihm über Jesus, Gott, Jesus-People und mehr. John Lennon hatte durchaus etwas dazu zu sagen.

Steve Turner untersucht in diesem Buch die Zusammenhänge von Kirche und Kunst, schildert die Einflüsse der Reformation und stellt dann die Frage, was denn eigentlich »die Welt« sein soll.

Die Bibel warnt tatsächlich vor »der Welt« und »Weltlichkeit«. Wenn wir Gott treu sein wollen, müssen wir herausfinden, was damit gemeint ist. … »Habt nicht lieb die Welt…« bedeutet weder »kümmert euch nicht um den Planeten« noch »schließt euch aus der Gesellschaft aus«. Es bedeutet: »Eignet euch kein anti-göttliches Denken an.«

Er widmet sich auch dem Dilemma, in dem viele Christen, die künstlerisch tätig sind, sich wiederfinden.

Man fordert christliche Künstler dazu auf, die alltäglichen Dinge des Lebens zu ignorieren, weil sie keine Gelegenheit zum Zeugnis des Glaubens bieten. Die Erwähnung von Seife oder Football führt nicht natürlicherweise nach Golgatha. Also bleibt ihnen nur das offensichtlich Geistliche, und das macht sie in den Augen von Nichtchristen zu einseitigen Menschen. Es scheint, als hätten sie keinen Alltag, als würden sie nicht in der normalen Welt mit Telefonen, Autos, Fernsehen und so weiter leben.

Steve Turner schildert »missbrauchte und erlöste Kreativität«, untersucht die Bibel zum Thema und führt seine Gedanken über den kreativen Geist Gottes, die Zeit in der wir leben und gesellschaftliche Veränderungen schließlich zu der Frage: Ist es möglich, dass Christen eher zum Künstler berufen sind als zum Prediger? Und wenn ja, wie kann das authentisch gelebt werden?
Am Beispiel der Band U2, in der drei der vier Mitglieder Gläubige sind, zeigt er dann exemplarisch, wie das gelingen kann.

Obwohl jeder Fehler, den die Band in den letzten zwanzig Jahren gemacht hat, öffentlich bekannt wurde, hat U2 sachkundig ein Gesamtwerk geschaffen, das sich aus den besten Traditionen der modernen Musik speist und dem sie etwas Einmaliges hinzufügt. Ihre Musik trägt eine Vision in sich, die eindeutig in der Bibel verwurzelt ist. Mehr als jede andere Band haben sie Gott, Jesus, die Bibel und eine christliche Weltanschauung auf die Tagesordnung gezwungen.

Doch Steve Turner beschränkt sich nicht auf die Musik oder U2 in diesem Buch. »Imagine« stellt Künstler aus allen Bereichen des kreativen Schaffens vor, mit ihren Stärken und ihren Schwächen, ihren Erfolgen und ihren Niederlagen. Das Buch inspiriert, macht Mut und öffnet Wege aus der frommen Sackgasse. Und das ist auch gut so.

Mein Fazit: Sowohl für Kunstschaffende als auch für Kunstinteressierte eine Fundgrube voller einmaliger Inspirationen und Impulse. »Das Evangelium macht für die Menschen mehr Sinn, wenn sie es gelebt sehen, statt es nur zu hören.« Dieses Buch zeigt, wie das gelingen kann.

Steve Turner: Imagine
Taschenbuch, 144 Seiten
Euro 9,80
ISBN 3-935992-17-3
Erhältlich bei: Down to Earth, Berlin