“Offen gesagt” – 12 Fragen an Kerstin Hack

KerstinWorüber haben Sie in letzter Zeit so richtig gelacht?

Über eine wahre Begegnung zwischen einem Mann und einer Frau: „Im Kerzenlicht sagte er zu seiner Frau: „Ich habe tausend Irrwege gebraucht, um endlich zu Dir zu finden.“ Seine Frau schmolz dahin. Selten hatte ihr ein Mann so etwas Schönes gesagt. Doch er wollte ihr nur erklären, dass er sich auf dem Weg zum Restaurant mehrfach verfahren hatte, weil sein Navigationssystem total verrücktspielte.“ (aus einem Buch über Werbung!)

Mit wem würden Sie gerne einmal eine Woche tauschen – und sei es nur zum Spaß? Warum?

Mit dem Kreativchef einer großen, finanzstarken Werbeagentur – weil es mir Spaß macht, kreative Ideen für Kommunikation und Werbung zu entwickeln, ich aber nicht immer die finanziellen Möglichkeiten habe, alle verrückten und vernünftigen Ideen auch umzusetzen… In dem Bereich mit der Unterstützung durch kompetente Mitarbeiter eine Woche alle schlummernden Ideen umsetzen zu können, fände ich genial.

Können Sie sich noch erinnern: Wie sind Sie Christ geworden?

In meiner Familie hat Glaube keine große Rolle gespielt. Als ich zehn Jahre alt war, wurde mir durch ein tragisches Erlebnis (meine Schwester im Säuglingsalter fiel durch meine Unachtsamkeit zu Boden und ich log meine Eltern an „Ich weiß nicht, warum sie schreit!“), dass ich kein guter Mensch bin. Ich nahm mir damals vor, ein guter Mensch zu werden, nicht mehr zu lügen etc. – und bin gründlich gescheitert. Als ich dann auf einem Kinderferienlager davon hörte, dass man bei Jesus Vergebung und innere Erneuerung finden kann, „griff ich zu.“ Nach dem Gebet um Vergebung und der Entscheidung, Jesus mein Leben anzuvertrauen, explodierte ich innerlich vor Glück. Die Intensität der Gefühle ist heute nicht mehr so stark wie damals, aber die Entscheidung, meinen Lebensweg in der Beziehung zu Jesus zu gehen, war dennoch die beste Entscheidung meines Lebens.

Eine Schwäche, die Sie durch Ihren Glauben besser in den Griff bekommen haben:

Es ist mir früher auf Grund von schlechten Erfahrungen sehr schwer gefallen, die (körperliche) Nähe von Menschen zu ertragen. Ich fühlte mich sehr schnell bedrängt und eingeengt. Durch lange Zeiten des Gesprächs mit Gott haben sich die inneren Blockaden Schritt für Schritt gelöst und ich genieße es jetzt sehr, Freunden nahe zu sein.

Ein Buch, das Sie neben der Bibel in ihrem Leben besonders vorangebracht hat:

„Bete und Staune“ von Catherine Marschall, das ich mindestens 15 Mal gelesen habe. Es beschreibt die ganze Bandbreite der Kommunikation mit Gott.

Eine der größten Herausforderungen für Christen im 21. Jahrhundert?

Gemeindeformen zu entwickeln, die sowohl dem Anspruch des Evangeliums gerecht werden, als auch dem Lebensgefühl und den Lebensformen der Menschen unserer Zeit.

Welche Eigenschaft bewundern Sie öfter mal an Frauen?

Mütterlichkeit. Die Gabe, für andere Menschen da zu sein und ihnen viel vom eigenen Leben zu geben.

Und was kann Sie bei Männern ganz besonders beeindrucken?

Ihre Fähigkeit, sich auf eine einzige Sache zu konzentrieren.

Ein Vorbild im Glauben ist für mich …

Die Österreicherin Maria Prean, weil sie in ihrem Umgang mit Gott so gnadenlos ehrlich ist, ihm direkt sagt, was sie denkt und dabei auch noch ausgesprochen humorvoll ist.

Ein Tipp, wie man Gebet und Bibellese interessant gestalten kann:

Den ganzen Körper mit einsetzen. Wenn ich Gott meine Sorgen sage, sitze ich oft, auf einem großen Gummiball und „werfe“ die Sorgen in die Luft. Wenn ich das Gefühl habe, für etwas kämpfen zu müssen, kann ich beim Beten nicht sitzen, sondern laufe durch die Wohnung und drücke das, was ich Gott sagen will, auch durch meine Gesten aus. Das hilft mir, beim Gebet nicht abzuschweifen und ganz dabei zu sein.

Ihr größter Traum für die Zukunft?
Eine große Wohnung oder ein Haus im Herzen Berlins zu besitzen, in dem die unterschiedlichsten Menschen sich und Gott begegnen können – mit viel Platz für Kinder, Gäste, Feiern….

Wem möchten Sie an dieser Stelle einmal ganz besonders Danke sagen? Warum?

Meinem Vater! Weil er mich immer ermutigt und unterstütz hat und immer daran geglaubt hat, dass ich das, was ich mir vornehme, auch erreichen will.

 

Dieser Fragebogen wurde zuerst in der Zeitschrift Neues Leben abgedruckt. Mit freundlicher Genehmigung. www.neuesleben.com

 

 

Autor: kerstin

Kerstin Hack, Autorin, Verlegerin und Coach. Mehr über sie gibt es unter http://www.down-to-earth.de und auf ihrem Blog Kerstin pur: http://www.kerstin.down-to-earth.de