Kerstin Hack und Rosemarie Stresemann: Segen erfahren

Bangkok mit Julie und Thu 080Seit einiger Zeit beschäftigt uns die Frage nach dem Geheimnis des Segens besonders intensiv. Ausgelöst wurde diese Suche durch die Lektüre des Buches »The Grace Outpouring« von Roy Godwin. Er ist Leiter des christlichen Erholungszentrums Ffald-y-Brenin in Wales. Der Untertitel des Buches lautet auf Deutsch »Andere durch Gebet segnen«. Wir lasen von gewaltigen Veränderungen, die dort durch einfache Segensgebete ausgelöst wurden. Nicht nur im Leben von Menschen, sondern auch in der Natur und in der Fruchtbarkeit von Tieren. Gott wurde in seiner liebevollen Zuwendung und Gegenwart erfahrbar – sehr oft auch für Menschen, die ihn vorher noch nicht kannten. Um hinter das Geheimnis eines wirksamen Segens zu kommen, reisten wir gemeinsam dorthin und nahmen am Leben und den Gebetszeiten der Gemeinschaft dort teil. Wir können von ganzem Herzen sagen, dass wir »gesegnet« worden sind. Aber was bedeutete das konkret? Konnten sich Menschen, denen wir davon erzählten, etwas darunter vorstellen? Wie verstanden wir selbst Segen?

Das Wort »Segen« verband ich (Rosemarie) seit den Tagen meiner Kindheit irgendwie mit Trost und liebevoller Zuwendung. Wenn mir etwas weh tat, ich mir mal wieder die Knie aufgeschlagen hatte oder es sonst ein kleines Unglück in meinem Kinderleben gab, strich mir meine Mutter über den Kopf mit den Worten: »Heile, heile Segen, drei Tage Regen, drei Tage Sonnenschein und alles wird wieder gut sein.« Ist der Segen Gottes so etwas wie ein magischer Kinder-Zauberspruch? Obwohl das Wort Segen in unserem Sprachgebrauch bei vielen Gelegenheiten verwendet wird, fehlte uns ein tieferes Verständnis, was Segen ist und was es bedeutet, zu segnen oder gesegnet zu leben. Wir machten uns gemäß dem Sprichwort »Sich regen bringt Segen« auf eine Entdeckungsreise zu dem Thema. Sie führte uns unter anderem durch viele Teile der Bibel.

Auch wer nicht mit dem christlichen Glauben aufgewachsen ist, dem begegnet das Thema Segen dennoch häufig im Alltag. Es gibt Segenswünsche, die sind so in die Alltagssprache eingegangen, dass sie gar nicht mehr als das erkannt werden, was sie einmal waren. Dazu gehören zum Beispiel das süddeutsche »Grüß Gott« und »Ade« oder auch das bayerische »Pfüat di«. Mit »Grüß Gott« sprach man anderen den Segen Gottes zu. »Ade« kommt vom französischen »à Dieu« und bedeutet »Gott befohlen«. »Pfüat di« heißt: »Behüte dich Gott«. Christen wünschen sich gegenseitig »Gottes Segen«. Ist das einfach ein netter Wunsch? Schließlich wünschen viele Menschen auf dieser Welt an jedem Tag einem anderen irgendetwas Gutes. Das beginnt schon mit dem »Guten Morgen«. Wenn jemand krank ist, wünscht man ihm »Gute Besserung«, niest er, wünscht man ihm »Gesundheit« etc. Das alles ist Segen – und noch viel mehr. Gottes Segen ist mehr als nur ein netter Wunsch. Segnen bedeutet weit mehr, als einfach nur dem anderen etwas Gutes zuzusprechen. Um die Fülle dessen, was Segen beinhaltet, zu entdecken, haben wir uns auf die Suche gemacht, um in der Bibel und in der Geschichte das Geheimnis eines gesegneten Lebens zu entdecken. Auch du kannst entdecken, wie du Segen von Gott empfangen kannst, wie du ihn weitergeben und wie du selber als ganze Person ein Segen werden kannst.

Was wird alles gesegnet?

Hast du schon einmal versucht, auf einer Rolltreppe in die falsche Richtung zu laufen? Du schaffst es trotz größter Anstrengung kaum, am Ende anzukommen. Gottes Segen macht das Leben leichter. Du bekommst Unterstützung und kannst im Bild gesprochen die »Rolltreppe des Segens « benutzen. So erreichst du leichter das Ziel, das Gott sich für dein Leben gedacht hat. Es gibt keinen Lebensbereich, den Gott nicht mit seinem Segen stärken und berühren möchte.

In der Bibel findet sich in 5. Mose 28 eine lange Auflistung einzelner Bereiche, die Gott segnen will: den Wohnort, die Hausarbeit, den Beruf, die Kinder, das Einkommen, die Tiere, die Felder und das Land. Er will durch seinen Segen Schutz geben auf Reisen und in unserem Zuhause. Gottes Segen verhilft zu Wohlstand. Nicht als Selbstzweck – wer gesegnet ist, kann anderen abgeben und muss nicht borgen.

Neben den materiellen Segnungen gibt es auch eine Fülle von geistlichen. Zu diesen geistlichen Segnungen, an denen wir durch unsere Verbindung mit Jesus Anteil haben, gehören unter anderem: Erlösung, Erfüllung mit dem Heiligen Geist, Vergebung der Sünden und Heilung von Krankheiten. Paulus segnet die Gemeinde in Korinth daher mit folgenden Worten: »Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Kraft des Heiligen Geistes, der euch Gemeinschaft untereinander schenkt, sei mit euch allen!« (2. Korinther 13,13 NGÜ) Alles, was dem Leben gut tut, darf gesegnet werden – aber nichts, was es zerstört.

 

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Quadro Segen erfahren. Lebenskraft empfangen und weitergeben von Kerstin Hack und Rosemarie Stresemann.

Q-40_Segen-erfahrenDirekt erhältlich beim Down to Earth-Shop. 5,00€

 

 

 

Autor: kerstin

Kerstin Hack, Autorin, Verlegerin und Coach. Mehr über sie gibt es unter
http://www.down-to-earth.de und auf ihrem Blog Kerstin pur: http://www.kerstin.down-to-earth.de